Musik

Stil

Typische Zwölftakter sind dem Bluesonkel ein Graus. Nicht, dass er nicht auch mal gerne einen Chicago Blues hören würde. Seine Einflüsse finden sich aber eher im Deltablues (mehr…) und Hill Country Blues (mehr…).

Seine persönlichen Blueshelden sind Mississippi Fred McDowell (mehr…), R.L. Burnside (mehr…) und Jessie Mae Hemphill (mehr…) um nur einige zu nennen.

An ihnen fasziniert den Bluesonkel, dass sie die gewohnten Bluesmuster gerade nicht bedienen.

Für den Bluesonkel ist Fred McDowell der wahrscheinlich beste Slidegitarrenspieler überhaupt. Bei ihm hat z.B. Bonnie Riat das Bottleneckspiel gelernt und Größen wie die Rolling Stones haben seine Songs gecovered. Und wie man so hört (bzw. liest), war er ein sehr bescheidener, sympathischer Mensch.

Ein weiterer Einfluss auf die Musik des Bluesonkels dürfte seine inzwischen recht umfangreiche CD-Sammlung sein, die vor allem Musik zwischen 1969 bis 1979 beinhaltet.

Egal welche Art von Musik. Blues, Folk, Rock, Jazz, Jazzrock, Progessivrock. Das alles hört der Bluesonkel sehr gerne.

Und es liegt nahe, dass die Musik die man jahrzehntelang gehört hat und immer noch hört, sein eigenes Songwriting beinflusst. Vieleicht eine Erklärung für Harmoniewechsel oder auch Akkorde, die man so im Blues vieleicht nicht gewohnt ist zu hören.

Bluespuristen werden wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Für alle anderen, die ohne Vorbehalte an den Blues gehen oder Blues sogar langweilig finden, ist der Blues des Bluesonkels ein Reinhören wert.

Texte

Der Bluesonkel hat ein gebrochenes Verhältnis zur englischen Sprache. Das wird in dem Lied "I sing schwäbisch" schön beschrieben.

In seinem langen Musikerleben schlug sich der Bluesonkel mit dem Wälzen von Wörterbüchern herum und brauchte liebe Menschen, die ihm die Texte Korrektur lasen.

Irgendwann hörte er auf seinen Freund und langjährigen Bassisten Rolf und begann seine Texte auf schwäbsich zu schreiben (hochdeutsch und Blues, das passt halt doch nicht so recht).

Und endlich konnte er auch gehaltvollere, wortwitzige und auch aussagekräftigere Texte schreiben. Und das schwäbische Vokabular enthält haufenweise die Möglichkeit zu schimpfen, ohne das es gleich verletztend oder unanständig wird. Di Schwoba schimpfad hald liebevoll…

Der Bluesonkel weiß um die Gefahr, dass man schnell in die Mundartecke gesteckt wird. Und schwäbische Texte können schnell lächerlich wirken. Hier sieht der Bluesonkel ein Vorbild in der schwäbischen Rockband Schwoißfuaß (mehr…), die es immer geschafft hat, genau dieser Gefahr zu entgehen. 

Der Bluesonkel vs. Der Blues, der Onkel und die Freunde

In seiner bisherigen Zeit als Musiker musste der Bluesonkel leider immer wieder die Erfahrung machen, dass sich die eigenen Bands immer dann auflösten oder die Besetzung sich wieder mal änderte, wenn man gerade soweit war auf die Bühne zu gehen oder einem breiteren Publikum bekannt zu werden.

Aus dieser Erfahrung heraus ist es ihm wichtig, dass seine Lieder vor allem einmal solo funktionieren. Wie seine alten Bluesvorbilder – mit einer Gitarre, Bluesharp im Mundharmonikahalter am Hals und evtl. stampfenden Füßen.

Das heißt aber nicht, dass er ganz vom Bandgeschehen Abschied genommen hat. Gerne nimmt er bei seinen Konzerten weitere Musiker dazu und jammt mit ihnen dann in guter alter Bluesweise.

Ist der Bluesonkel mit Band unterwegs, firmiert die Truppe unter dem Namen Der Blues, der Onkel und die Freunde.