Die Nacht in der die Bomba flogat

Die Nacht in der die Bomba flogat
(Gute Vorsätze II)

Kontrolliert und besonna, hab i mir vorgnomma,
nur noch nette Liadla zu schreiba.
Vor  am texta, mei rosarote Brill aufsetza
und politisch korrekt zu bleiba.
Koine Kraftausdrück mehr benutza
und die Poesie unsrer Sprache voll auszunutza.

Liader die verbindat, die Mensch zamma bringat,
die wollt i nur noch singa.
Liader die se trennat und mei Wut bekennat,
die wollt i nimmer bringa.
Des gute in da Leut zeiga
und immer positiv bleiba.

Doch dann kam die Nacht do sind di Bomba gfalla.
Und mo hörte die Gewehrfeuer halla.
in der Nacht, nach der nix me isch wie’s mol war.
In der die Bessenheit da Schrecka gebahr.

Und i griag des Mädle aus’m Fernseha nimme aus am Kopf.
Seh ihr’n verschtörta Blick.
Und i kan nimme Schweiga, muß es raus schreia
das Väterchen Wladimir a rieasa Arschloch isch.

Und i denk an des Mädle. Bet, dass es ihr gut geht.
I möcht se lächla seha. Wünsch mo, dass ses heil überschteht.
Möcht mi mit ihr freua und da Sieg ihrer Landsleut feira.

Und i wünsch mir mei rosarote Brill zurück…

 

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